25. Mai 2017

Wer weiß schon, wie man Liebe schreibt von Kristina Günak






Klappentext:
Bea Weidemann kann es nicht fassen: Schlimm genug, dass ihr kleiner Verlag in finanziellen Schwierigkeiten steckt. Aber dass sie nun als Tim Bergmanns persönliche Anstandsdame abgestellt wird und mit ihm den Verlag retten soll, ist einfach zu viel für die junge PR-Referentin. Denn der schwierige Bestseller-Autor lässt sich von nichts und niemandem etwas vorschreiben – und ist genau die Sorte Mann, um die Bea sonst einen weiten Bogen macht. Herzklopfen hin oder her. Doch während sie versucht, das Chaos von Tim – und sich – abzuwenden, merkt sie bald, dass auch die Liebe absolut nichts von ihren Plänen hält …
Quelle: Lyx Verlag

Meine Meinung:
Ausgerechnet den schwierigen Bestseller-Autor Tim Bergemann soll Bea Weidemann auf eine Lesetour begleiten. Die beiden befinden sich nicht gerade auf einer Wellenlänge, eigentlich sind sie sogar meilenweit auseinander. Aber Tim Bergemann ist die letzte Chance für Bea's Verlag, nicht pleite zu gehen. Denn die Zahlen sehen nicht so gut aus. Also muss Bea wohl in den sauren Apfel beißen, denn sie will ihren Job gerne behalten.

Erzählt wird die Geschichte aus der Sicht von Bea Weidemann. Bea und Tim wirken anfangs völlig unterschiedlich. Beas Leben ist zwar leicht hektisch, aber geordnet, Tim ist dafür bekannt, eher so in den Tag zu leben. Außerdem stellt er sich ziemlich an, wenn es um Interviews oder Fernsehauftritte geht. Die beiden geben wirklich ein sehr ungewöhnliches Paar ab mit vielen Reibungspunkten. Dadurch, dass die Handlung aus der Sicht von Bea erzählt wird, bleibt Tim anfangs sehr blass. Erst im Laufe der Handlung lernt man ihn besser kennen. Besonders interessant fand ich den Einblick in das Verlagswesen. Als Bücherwurm findet man so etwas natürlich sehr interessant.
Die Annäherung geht eher langsam und völlig ohne Kitsch vonstatten, was mir sehr gut gefallen hat. Insgesamt ist die Handlung eher ruhig und plätschert manchmal nur so vor sich hin ohne das etwas passiert, das wiederum fand ich persönlich manchmal etwas langweilig. Am Ende hat mich die Autorin auf jeden Fall noch einmal ziemlich überrascht. Von mit bekommt das Buch 4 von 5 Punkte.

Das Flüstern der Zeilen von Michelle Parker






Klappentext:
Bei Aufräumarbeiten fällt Anna zufällig ein ganz besonderes Buch in die Hände, denn es scheint zu leben – irgendwie zumindest. Nachdem sie den ersten Schrecken überwunden hat, offenbart sich ihr die Wahrheit hinter diesem Mysterium. Caleb wurde vor einer Ewigkeit in eine dunkle Zwischenwelt verbannt und kann nur noch über diese Buchseiten mit der Außenwelt kommunizieren. Während er Anna erzählt, dass einzig die wahre Liebe ihn aus seiner Misere befreien kann, will er in Wirklichkeit nur eines: ihre Seele.
Quelle: Bookshouse Verlag

Meine Meinung:
Anna arbeitet in der hiesigen Bibliothek und findet dort durch Zufall ein sehr altes und seltsames Buch. Zuerst scheint es völlig leer zu sein, aber dann scheint es irgendwie zu leben. Wie sich herausstellt, ist Caleb in diesem gefangen. Er wurde verflucht und tristet ein Leben in Dunkelheit in einer Zwischenwelt. Nur wenn jemand das Buch öffnet, kann er etwas sehen. Er kann aber nur auf eine Art befreit werden, wenn eine Unschuldige ihm ihre Seelen überlässt. Das verheimlicht er Anna und erzählt ihr stattdessen, dass nur die wahre Liebe in retten kann. Anna gerät immer mehr in seinen Bann. Wir sie ihm ihre Seele opfern.

Die Grundidee zu diesem Buch hat mir unheimlich gut gefallen. Das ganze ist sehr ungewöhnlich und einfallsreich und konnte mich sehr in den Bann ziehen.
Die Geschichte wird abwechselnd aus der Sicht von Anna und Caleb erzählt. Caleb scheint durch und durch böse zu sein, wovon Anna nichts ahnt. Er will nur ihre Seele und umgarnt sie. Anna und er können nur über das geschriebene Wort miteinander kommunizieren, was ich sehr interessant fand. Sie nimmt das Buch überall mit ihm, um ihm ihre Welt zu zeigen.  Anna scheint sich in Caleb zu verlieben, aber es gibt da ja auch noch ihren besten Freund Ben. Der scheint ihn sie verliebt zu sein, was Anna aber nicht ahnt. Und dann taucht noch ein weiterer Unbekannter auf, der an ihr interessiert zu sein scheint.
Als Leser weiß man nicht so recht was am von Caleb halten soll. Ist er wirklich so böse? Warum befindet er sich in dem Buch? Was hat er getan, um verflucht zu werden? Viele Fragen, die leider noch nicht beantwortet wurden. Das Ende ist völlig offen und ich hoffe doch, dass es noch eine Fortsetzung geben wird. Von mir bekommt das Buch 9 von 10 Punkte.

24. Mai 2017

Die Savanten: Heimkehr von Uwe Eckardt



Klappentext:
Als Finn nach einer schweren Kopfverletzung die Augen aufschlägt, ist nichts mehr, wie es war. Wohin er den Blick auch richtet, überall sieht er Zahlen und Mengen und er rechnet schneller als jeder Taschenrechner. Doch gerade als er sich mit den außergewöhnlichen Fähigkeiten arrangiert hat und sein Leben wieder in geordneten Bahnen verläuft, gerät alles vollends aus dem Ruder. Noch bevor Finn weiß wie ihm geschieht, landet er mit seinen neuen Freunden in einer magischen Welt und er muss sich mit Mantikoren, Trollen und Drachen herumschlagen. Da trifft es sich gut, dass sich auch bei Finn und den anderen Savanten die Magie zu regen beginnt. Doch so unglaublich diese neue Welt auch ist, eine Heimkehr bleibt ihr größter Wunsch.
Quelle: Autor

Meine Meinung:
Nach einer schweren Kopfverletzung verändert sich Finns Leben schlagartig, denn auf einmal verfügt über eine besondere Gabe. Er kann unglaublich gut mit Zahlen umgehen und rechnet auf einmal schneller als ein Taschenrechner. Gerade als er sich mit dieser Fähigkeit einigermaßen abgefunden hat, wird er entführt. Man will seine Fähigkeit und die anderer Leute, die wie er sind mit anderen Gaben, nutzen, um ein Tor in eine andere Dimension zu öffnen. Ehe sich Finn versieht, befindet er sich in dem größten Abenteuer seines Lebens.

Das Buch wird aus der Sicht des 18-jährigen Finns erzählt. Finn ist ein eher schüchterner und sensibler Typ, fast schon ein wenig wie ein Anti-Held. Im Laufe der Handlung macht er dann aber eine erstaunliche Wandlung durch. Die Geschichte fängt in unserer Welt an und am Anfang geht alles ziemlich hoppla hopp. Finn wird nach dem Besuch auf dem Friedhof von Jugendlichen attackiert und am Kopf verletzt. Die Verletzung ist so stark, dass er 2 Monate im Koma liegt. Danach entwickelt er plötzlich unglaubliche mathematische Fähigkeiten. Dann wird er auch noch entführt. Gemeinsam mit den anderen Jugendlichen, die sich dort in Gefangenschaft befindet, gelingt ihm die Flucht in eine Parallelwelt. Hier fängt das eigentliche Abenteuer erst richtig an.
Diese Parallelwelt ist wirklich unglaublich und Finn und seine neuen Freunde erleben hier unglaubliche Abenteuer. Das hat der Autor sehr spannend und fantastisch beschrieben und ich wurde sehr gut unterhalten. Es gibt sogar etwas Romantik, denn Finn verliebt sich in der Parallelwelt. An sich ist die Geschichte in sich abgeschlossen. Aber nicht alle Fragen werden beantwortet, so dass man davon ausgehen kann, dass es hier eine Forstsetzung geben wird. Von mir bekommt das Buch 4 von 5 Punkte.

23. Mai 2017

1001 zauberhafter Wunsch: Ein romantisches Märchen von Ewa A



Klappentext:
Shanli ist eine junge Bäckerstochter, die ein Problem hat. Nein, eigentlich hat sie einen ganzen Stall voll Probleme. Nach dem Tod ihres Vaters will sie dessen Bäckerei weiterführen, was ihr jedoch nicht leicht gemacht wird. Auch dass sie in den ortsansässigen Schah verliebt ist, der nicht mal weiß, dass sie existiert, macht ihr das Leben nicht leichter. Und abgesehen davon ist sie nicht gerade schlank, sondern hat einen Hintern, der es mit dem eines Kamels aufnehmen könnte. Und ach ja, dann wäre da noch ein Dschinn, den sie geerbt hat und der ihr mit seiner abnormen Arroganz noch den letzten Nerv raubt. Quelle: Feelings

Meine Meinung:
Nach dem Tod ihres Vaters will die Bäckerstochter Shanli dessen Geschäft weiter führen. Leider ist das nicht so einfach, denn als Frau darf sie den Verkaufsstand ihres Vaters nicht weiter führen. Als sie die Möglichkeit bekommt für den Schah, in den sie heimlich verliebt ist, wie fast alle weiblichen Bewohner der Stadt, einen exklusiven Liefervertrag abzuschließen, ergreift sie die Chance. Aber der Schah sucht nicht nur einen Bäcker, sondern auch eine Frau und so reiht sich Shanli in die Riege der anderen Bewerberinnen ein. Ihre Chancen werden rapide erhöht, als sie in den Erbstücken ihres Vaters eine Kette finden, in die ein Dschinn gebannt wurde. Der bringt ihr Leben ganz schön durcheinander.

 Bei diesem Buch handelt es sich um sehr schöne orientalische Märchenadaption aus 1001 Nacht. Die Autorin entführt ins in eine Welt voller Magie, die mir sehr gut gefallen hat. Die Geschichte ist sehr humorvoll und sehr romantisch, die Liebe spielt das zentrale Thema. Hauptfigur ist Shanli, eine junge Frau, die mir nicht von Anfang an sympathisch war. Ich fand sie zeitweise sehr naiv und oberflächig, es dreht sich bei ihr alles nur um das Aussehen, was ich gar nicht mochte. Zum Glück macht sie im Laufe der Handlung eine wirklich erstaunliche Wandlung durch. Ihr zur Seite stellt die Autorin Navid, einen jungen Mann, der verflucht wurde und sein Leben als Dschinn tristen muss. Die Annäherung der beiden geht eher langsam vonstatten, denn Shanli schwärmt anfangs nur für den Schah, was natürlich sehr hinderlich ist für die Annäherung. An für sich ist die Geschichte am Ende abgeschlossen. Für mich sieht es aber so aus als wenn es noch eine Fortsetzung mit einem anderen Paar geben wird. Zumindest deutet das Ende darauf hin. Ich vergebe 4 von 5 Punkten.

22. Mai 2017

Die Schule der Nacht von Ann A. McDonald



Klappentext:
"Du kannst dich nicht für immer vor der Wahrheit verstecken. Bitte komm zurück, und bring alles zu einem guten Ende." Diese Nachricht erhält die Amerikanerin Cassandra Blackwell in einem mysteriösen Päckchen, zusammen mit einem alten Foto ihrer verstorbenen Mutter, gekleidet in die schwarze Robe der Oxford Universität. Kurzerhand beschließt sie, nach England zu reisen, um mehr über die geheimnisvolle Vergangenheit ihrer Mutter zu erfahren. Dort entdeckt Cassie eine Welt voller Traditionen und Privilegien und merkt schnell, dass hier eine dunkle Macht am Werk ist - verbunden mit einer geheimen Gesellschaft, die sich Die Schule der Nacht nennt ...
Quelle: Penhaligon Verlag

Meine Meinung:
Nachdem Cassandra Blackwell eine geheimnisvolle Nachricht erzählt, in der es um ihre verstorbene Mutter geht, beschließt sie, nach Oxford zu gehen.. Denn anscheinend hat ihre Mutter dort studiert, wovon Cassandra bisher nichts wusste. An der Oxford Universität stößt Cassie dann auf die geheime Gesellschaft Die Schule der Nacht und irgendwie scheint ihre Mutter mit dieser in Verbindung gestanden zu haben. Cassie fängt an Fragen zu stellen und Ermittlungen an zu stellen und gerät dabei in große Gefahr. Denn niemand soll das Geheimnis Der Schule der Nacht erfahren.

Das Buch hat mich sehr überrascht, ich muss gestehen, dass ich etwas völlig anderes erwartet habe. Erst einmal handelt es sich nicht um ein Jugendbuch. Die Hauptfigur ist bereits 25 Jahre und auch die anderen Figuren sind etwas älter. Das fand ich persönlich schon einmal sehr gut.
In erster Linie handelt es die Geschichte von der 25-jährigen Cassie, die auf den Spuren ihrer Mutter ist. Irgendetwas ist vor 25 Jahren passiert, das sie so erschüttert ist und alles hinter sich gelassen hat, sogar ihren Namen geändert hat. Cassie hat schlimme Dinge erlebt. Nach dem Tod ihrer Mutter wurde sie von Pflegefamilie zu Pflegefamilie weiter gegeben. Auch die schrecklichen Umstände vom Tod ihrer Mutter belasten sie noch sehr. Ihre Mutter hat sich immer sehr seltsam benommen und Cassie wusste nicht warum. Auf der Suche nach Antworten begibt sie sich jetzt nach Oxford. Cassie ist ein starker Charakter, sie setzt alles daran, das Geheimnis der Schule der Nacht zu lüften, was nicht immer ungefährlich ist.
Die Autorin schreckt bei ihrer Geschichte nicht davor zurück, Charaktere sterben zu lassen, außerdem gibt es eine versuchte Vergewaltigung, also geht es recht brutal zu. Einen Fantasy-Anteil gibt es auch, nur kommt der erst im letzten Drittel zum Tragen, dann, wenn man endlich Antworten bekommt. Eine Liebesgeschichte gibt es auch, aber die wird eher am Rande erzählt. Die Handlung ist in sich abgeschlossen, am Ende werden alle Fragen beantwortet.
Auch wenn die Geschichte nicht ganz neu ist, hat die Autorin das ganze sehr spannend und unterhaltsam umgesetzt. Wer gerne Verschwörungsgeschichten mit Geheimorganisationen liest, wird hier voll auf seine Kosten kommen. Von mir gibt es 9 von 10 Punkten.